HighSpeed-Internet für Südtirol

Bis zum Jahre 2009 sollen in Südtirol alle Betriebe mit mehr als drei Mitarbeitern, 95% der Betriebe mit drei oder weniger Mitarbeitern sowie 90% der Bevölkerung über einen Breitbandanschluss (mindestens ADSL) verfügen können.

(der damalige Informatik-Landesrat Hans Berger im Jahr 2007)

 

Erste Auschreibung

Um die Breitband-Versorgung in Südtirol zu fördern, hat die Landesregierung bisher zwei öffentliche Ausschreibungen zur Bereitstellung von Breitband-Anschlüssen durchgeführt. Die erste Ausschreibung, die 14 Gemeinden betraf, entschied die Firma Linkem mit Sitz in Mailand für sich. Im Juli 2006 wurde der entsprechende Vertrag unterschrieben.

 

Zweite Ausschreibung

Im August 2007 schreibt das Land die Breitband-Anbindung von weiteren 44 Gemeinden öffentlich aus, in denen die ADSL-Abdeckung derzeit unter 50 Prozent liegt. In dem Einzugsgebiet gibt es fast 20.000 Haushalte und rund 6.700 Betriebe. An der Ausschreibung beteiligen sich zwei Anbieter: Telecom Italia und Broadband 44+. Der Zuschlag geht im Dezember 2007 an die Bietergemeinschaft Broadband 44+.

Der Breitband-Dienst wird technologieunabhängig ausgeschrieben, d.h. es kann jede Technologie zum Einsatz kommen, die Breitband-Qualität gewährleistet. Als Mindestgeschwindigkeit werden vom Land 640 kbit/s down und 256 kbit/s up vorgegeben. Die Tarife, die der Betrieber des Breitbandnetzes berechnet, müssen laut Ausschreibung den Marktpreisen entsprechen. Dabei sind mindestens zwei Tarife anzubieten: ein Grundtarif "Basic" mit mindestens 640 kbit/s down und 256 kbit/s up  und Gleichzeitigkeitsfaktor 10 sowie ein "Plus"-Tarif mit 1024 kbit/s down und 1024 kbit/s up und Gleichzeitigkeitsfaktor 5. Der Breitbandnetz-Betrieber muss ein Servicezentrum, ein Verwaltungs- und Kontrollzentrum sowie eine Kundenstelle einrichten. Die Ausschreibungssumme beläuft sich auf 6,9 Millionen €.

Folge Gemeinden erhalten im Zuge dieser Ausschreibung Breitband-Anschlüsse ans Internet: Aldein, Altrei, Andrian, Glurns, Graun im Vinschgau, Gsies, Hafling, Jenesien, Karneid, Kastelbell-Tschars, Kuens, Laas, Laurein, Lüsen, Martell, Mölten, Moos in Passeier, Mühlbach, Mühlwald, Pfalzen, Prad am Stilfserjoch, Prags, Proveis, Riffian, Rodeneck, Schluderns, Schnals, St. Leonhard, St. Martin in Passeier, St. Martin in Thurn, St. Pankraz, Stilfs, Taufers, Terenten, Tiers, Tisens, Unsere Liebe Frau im Walde, Ulten, Villanders, Villnöss, Vintl, Vöran, Welschnofen und Wengen.

 

 

Dritte Ausschreibung

Im März 2008 schreibt das Land die Breitband-Anbindung weiterer 13 Gemeinden und 25 Ortsteile aus. Mit einer Ausnahme (Gais) sind alle Gemeinden der ersten Ausschreibung darin berücksichtigt, dazu kommen 25 Ortsteile, die zu bislang teilversorgten Gemeindegebieten gehören. Kein Unternehmen unterbreitet ein Angebot.

 

Folgeauftrag für BB44+

2009 erteil die RAS der Arbeitsgemeinschaft Boradband 44+ einen Folgeauftrag: weitere 46 Ortsteile in 21 Gemeinden sollen an das BB4-Funknetz angeschlossen werden.

 

 

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